Montag, 7:50 Uhr. Die Anmeldung ruft nach hinten: „Kannst du mal kommen?“
Auf dem Bildschirm kein Terminplan, sondern ein Text in schlechtem Deutsch und eine Zahl in Bitcoin. Die Kartei ist verschlüsselt, die Abrechnung auch, das Röntgen hängt am selben Server. Im Wartezimmer sitzen bereits drei Patienten. Ihre Mitarbeiterin fragt, was sie den Leuten sagen soll. Und Sie merken: Sie wissen nicht einmal, wann das letzte Backup gelaufen ist.
Eine Praxis ohne ihre Daten ist eine Praxis im Stillstand. Dazu kommen die Meldepflicht, die Frage nach der Verantwortung gegenüber Ihren Patienten und eine Wiederherstellung, die Tage dauern kann. Wer vorbereitet ist, verliert einen Vormittag. Wer nicht, kann Wochen verlieren.
Mehr als ein Technikproblem
Ein Cyberangriff trifft Ihre Praxis auf mehreren Ebenen gleichzeitig:
Der Betrieb steht – wie beim Praxisausfall, nur ohne sichtbaren Schaden.
Patientendaten sind besonders geschützt. Ein Leck bringt Meldepflichten und mögliche Bußgelder mit sich.
Die Wiederherstellung kostet Zeit, Geld und externe Spezialisten.
Das Vertrauen der Patienten ist schwer zurückzugewinnen, wenn ihre Daten betroffen sind.
„Wir sind zu klein dafür“? Genau falsch.
Angreifer suchen keine Konzerne, sondern leichte Ziele mit sensiblen Daten. Eine Praxis ist beides. „Uns trifft das nicht“ ist die Einladung.
Wie wir das angehen
Wir schauen, was im Ernstfall greift – von der Wiederherstellung über die rechtliche Seite bis zum Ausfall. Damit aus einem technischen Vorfall keine existenzielle Krise wird.