Der Kollege am Nebentisch sagt: „Ich bin gesetzlich, das reicht doch.“
Sie sitzen beim Kammerabend, das Gespräch dreht sich um Beiträge. Er zahlt den Höchstsatz, sagt er, und findet das in Ordnung. Dann erzählt er von der Hüftoperation seiner Frau, dem Termin in vier Monaten, und dass er sich das „mit dem Chefarzt“ eben dazugekauft habe. Und Sie denken: Höchstsatz plus Zukauf. Für ein Leistungspaket, das jemand anderes festlegt.
Die Krankenversicherung ist keine Produktentscheidung, sondern eine Systementscheidung. Es geht nicht um das Einzelzimmer, sondern darum, welche Leistungen Ihnen zustehen, wer das bestimmt, und was Sie dafür bezahlen, heute und mit siebzig.
Worauf es wirklich ankommt.
Wer das Paket bestimmt – In der gesetzlichen Kasse legt der Gesetzgeber fest, was bezahlt wird, und kann das ändern. In der privaten Krankenversicherung ist der vereinbarte Leistungsumfang Teil Ihres Vertrags.
Was der Beitrag wirklich kostet – Für gut verdienende Selbstständige liegt der Beitrag der gesetzlichen Kasse regelmäßig am Höchstsatz. Günstig ist das nur im Vergleich mit einem Tarif, den man nie geprüft hat.
Beitrag im Alter – Private Beiträge steigen mit dem Alter. Alterungsrückstellungen und der passende Tarif entscheiden, wie stark. Wer das früh regelt, hat später Ruhe.
Familie und Lebensphase – Mit mehreren Kindern und einem Partner ohne eigenes Einkommen rechnet sich die Familienversicherung der gesetzlichen Kasse anders. Genau das gehört ehrlich auf den Tisch.
Das Leistungspaket entscheidet, nicht das Etikett.
Die verbreitete Vorstellung lautet: gesetzlich ist günstig, privat ist Luxus. Für Selbstständige in Heilberufen stimmt beides selten. Der gesetzliche Beitrag orientiert sich am Einkommen und erreicht bei Ihnen meist die Obergrenze. Der Leistungskatalog ist gesetzlich festgelegt und wurde in der Vergangenheit mehrfach angepasst. Was Sie im Ernstfall bekommen, entscheidet nicht Ihr Vertrag, sondern die Politik.
In der privaten Krankenversicherung kaufen Sie ein definiertes Leistungspaket, das im Vertrag steht. Das ist der eigentliche Unterschied. Dafür tragen Sie die Verantwortung, Tarif und Alterungsrückstellungen richtig zu wählen, und Sie sollten die Regeln kennen, unter denen ein Wechsel zurück möglich ist oder nicht.
Und ja, es gibt Konstellationen, in denen die gesetzliche Kasse die richtige Wahl bleibt: mehrere Kinder, ein Partner ohne eigenes Einkommen, ein Einkommen, das stark schwankt. Das prüfen wir mit Ihnen genauso ehrlich.
Wie wir das angehen.
Wir schauen mit Ihnen auf die ganze Konstellation: Einkommen, Familie, Lebensphase, Praxisstruktur. Wir vergleichen konkrete private Tarife (Leistungsumfang, Bedingungswerk, Alterungsrückstellung, Beitragsentwicklung) und stellen sie dem gesetzlichen Höchstbeitrag mit seinem Leistungskatalog gegenüber – ehrlich, mit Zahlen auf dem Tisch.
Sie gehen in Rente. Ihre Krankenkasse nicht.
Was zahlen Sie mit 70 im Monat für Ihre Krankenversicherung? Die meisten kennen ihre Rente auf den Euro, diese Zahl kennt fast niemand. Tippen Sie, dann rechnen wir nach: gesetzlich und privat, mit Ihren Zahlen.
Rechnen Sie es durch →